Diskriminierung wegen Schwangerschaft und Entschädigung

Rechtsanwalt Arbeitsrecht Eltville Gießen Wiesbaden Wetzlar

Stichworte: Diskriminierung Schwangerschaft

Es kommt leider immer noch vor, dass Arbeitgebern die Schwangerschaft einer Arbeitnehmerin ein Dorn im Auge ist und versuchen, dass Arbeitsverhältnis mit allen Mitteln zu beenden.
Die Benachteiligung wegen einer Schwangerschaft stellt eine unmittelbare Benachteiligung wegen des Geschlechts dar, § 3 Abs. 1 S. 2 AGG, die einen Entschädigungsanspruch nach sich ziehen kann. Die Arbeitnehmerin muss Indizien vortragen, die eine Benachteiligung wegen der Schwangerschaft vermuten lassen, um einen Entschädigungsanspruch zu begründen. Das BAG hat in einer aktuellen Entscheidung (Urt. v. 12.12.2013 – 8 AZR 838/12) ausgeführt, dass ein Verstoß gegen das MuSchG eine Benachteiligung indizieren kann. 
Im entschiedenen Fall hatte der Arbeitgeber versucht, die schwangere Arbeitnehmerin zum Verstoß gegen ein ausgesprochenes Beschäftigungsverbot zu bewegen. Zudem hatte der Arbeitgeber der Arbeitnehmerin noch bevor der zu erwartenden Fehlgeburt unter Verstoß gegen das MuSchG gekündigt. In diesem Sachverhalt erblickte das BAG – wie schon das LAG – eine Diskriminierung wegen des Geschlechts und bestätigte die Verurteilung des Arbeitgebers zur Zahlung einer Entschädigung in Höhe von 3.000 €.

Rechtsanwalt Dr. Christian Velten – Arbeitsrecht Gießen / Eltville

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