ArbG Frankfurt zur Entschädigungspflicht nach Fluglotsenstreik

Rechtsanwalt Arbeitsrecht Eltville Gießen Wetzlar Wiesbaden

Stichworte: Streik Entschädigung

Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hatte im Jahr 2012 die ca. 200 Vorfeldlotsen und anschließend auch die Lotsen im Tower zu einem Streik bzw. Solidarstreik aufgerufen. Der Arbeitskampf dauerte zwei Wochen. Folge hiervon waren weit über 1.000 Flugausfälle und viele „gestrandete“ Passagiere. Bereits im letzten Jahr hatte das Arbeitsgericht Frankfurt den Streik als unverhältnismäßig angesehen.

Den Schaden bezifferten Lufthansa und Air Berlin auf ca. 9 Millionen Euro und klagten diesen vor dem Arbeitsgericht Frankfurt ein. Heute entschied das Arbeitsgericht, dass die Fluggesellschaften den Schaden nicht von der Gewerkschaft ersetzt verlangen können. Die Klägerinnen seien nicht unmittelbar vom Streit betroffen gewesen. Auswirkungen auf Dritte habe die Gewerkschaft nicht in der Hand. Auch das Gemeinwohl sei auf Grund der hohen Auffangquote nicht betroffen gewesen.

RA Dr. Christian Velten, Arbeitsrecht – Gießen
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